Film „Zenne – Der Bauchtänzer“ thematisiert Homosexualität und einen "Ehren"-Mord an einem Mann in der Türkei, ab März 2012 in den deutschen Kinos

Der umstrittene Film über eine wahre Geschichte von Homosexualität und "Ehren"-Mord rührt gleich an mehreren Tabus.

Es ist die Verfilmung eines Mordes an einem Homosexuellen und basiert auf einer wahren Geschichte: Im Jahr 2008 wurde der 26-jährige Ahmet Yildiz erschossen, nachdem er sich öffentlich zu seiner sexuellen Orientierung bekannt hatte. Der Prozess gegen den mutmaßlichen Auftraggeber des Mordes, Ahmets Vater, steht noch aus.

Der Film handelt von einem ungewöhnlichen Trio: Daniel, ein deutscher Fotojournalist, Can, ein Bauchtänzer, der sich stolz zu seiner Homosexualität bekennt, und Ahmet aus dem Osten der Türkei. Ahmet, ebenfalls homosexuell, kommt aus ländlich-konservativen Familienverhältnissen und hat es dementsprechend schwer.

Es entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den drei Männern, deren Wege sich in Istanbul kreuzen. Gemeinsam sind sie gezwungen, sich mit der Diskriminierung, den konservativ-patriarchalen Sitten und Familienverhältnissen sowie dem repressiven Staatsapparat auseinanderzusetzen. Tragischer Höhepunkt: Der "Ehren"-Mord an Ahmet, dessen Vater die „Schande“, einen homosexuellen Sohn zu haben, nicht ertragen will.

Der Film, bereits vor dem Kinostart in der Türkei breit diskutiert, rührt an einem Tabuthema. Es ist immer noch kaum möglich, in der Türkei offen über Homosexualität zu diskutieren. Nach wie vor müssen jene, die sich für die Rechte sexueller Minderheiten engagieren, mit herben Anfeindungen und dem Ausstoß aus der Gesellschaft rechnen.

In der Türkei läuft der Film bereits seit Mitte Januar. Ab März läuft der Film auch in deutschen Kinos.

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