Film: Matthias- Film veröffentlicht den für Schulen aufbereiteten Film "Verlorene Ehre" und thematisiert damit den Irrweg der Familie Sürücü.

Der Film geht den Hintergründe des Mordes an der Deutsch- Kurdin Hatun Sürücü nach, die am 07. Februar 2005 in Berlin von ihrem Bruder erschossen wurde.

Die RBB- Reporter Matthias Deiß und Joachim Goll haben sich Jahre später auf die Spurensuche gemacht und Hatun Sürücüs Leben nachkonstruiert. Hatun wuchs mit ihren Geschwistern mitten in Kreuzberg, in einer traditionell muslimischen Familie auf. Die Reporter befragten mehrmals Hatuns Bruder Ayhan, der mittlerweile seit sechs Jahren inhaftiert ist, sie trafen den großen Bruder Mutlu in Istanbul und besuchten Verwandte der Familie Sürücü im armen Ostanatolien.

Hatuns beste Freundin Gülsah wurde befragt und trauert immer noch über den Verlust ihrer Freundin. Die Reporter haben die Kronzeugin ausfindig gemacht, die mittlerweile im Zeugenschutzprogramm ist. Sie sieht sich ständiger Bedrohung ausgesetzt,  da sie gegen beide Brüder vor Gericht ausgesagt hat.

Hatun hat lange vor dem Mord Schutz gesucht, bei Polizei und dem Jugendamt- dies aber vergeblich. Wie kann es soweit kommen? Hatun Sürücü starb mitten in Deutschland. Von einer pluralistischen und offenen Gesellschaft merkt man im Leben der Sürücüs nicht viel. Die Familie Sürücü führt ein konservatives traditionelles Leben nach patriarchalischen Regeln und Werten. Mit Deutschland, wie wir es kennen, hat das nicht viel zu tun.

"Ehren"- Morde passieren immer wieder in Deutschland und sind daher Anlass zur Auseinandersetzung in Schule und Unterricht. Der Film wird daher mit umfangreichem Unterrichtsmaterial herausgegeben.

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