Meldungen aus Politik und Recht: "Ehren"-Morde in den Mitgliedsländern der EU eindämmen

Europarat
26.06.2009
Straßburg - Gewalt gegen Frauen, wie sogenannte Ehrenmorde, sollten in den 47 Mitgliedsländern des Europarates angemessen bestraft werden. Es dürfe "keinerlei
Rechtfertigung" unter Hinweis auf Tradition oder Kultur gelten.

Ehrverbrechen seien in der Türkei zu beobachten, aber zunehmend auch in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und vielen anderen westeuropäischen Ländern, heißt es in einer Entschließung. "Diese Verbrechen haben nichts mit Ehre zu tun", sagte der Berichterstatter, der britische Sozialist John Austin. Die schweren Verletzungen der Grundrechte von Frauen würden zumeist "von Männern begangen, um die Sexualität von Frauen zu kontrollieren".
Nach einer britischen Untersuchung ist der Mord die extremste Form dieser Gewalt gegen Frauen, die mit Verstößen gegen die Familienehre begründet wird. Dazu zu rechnen seien auch Zwangsehen und Jungfräulichkeitstests, sagte die schwedische Sozialdemokratin Carina Ohlsson. Der Kampf gegen diese Gewalt müsse bei der Erziehung anfangen. "In den Familien werden die Frauen bereits in jungen Jahren auf die Gewalt in sozialen Beziehungen vorbereitet, die sie zu akzeptieren haben", sagte der polnische Sozialist Marek Wikinski.
Die Europaratsländer wurden aufgefordert, Programme zur Bekämpfung dieser Delikte auf den Weg zu bringen.
(Quellen: dradio.de und 123recht.net vom 26.06.2009, dieStandars.at vom 02.07.2009)

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