Gewerkschaft der Polizei organisierte eine Konferenz zum Thema „Ehrensache(n) – Ehrenmord und Zwangsehe“

Aus Anlass des 30-jährigen Jubiläums der „Kriminalpolizei“, der Quartalszeitschrift der Gewerkschaft der Polizei (GdP), organisierte die GdP am 15. Mai 2013 eine Redaktionskonferenz in der Rheinland-Pfälzischen Landesvertretung in Berlin. Rund 80 Teilnehmende aus dem Kreis der ehrenamtlichen MitarbeiterInnen der Zeitschrift waren aus dem ganzen Bundesgebiet gekommen, um sich Vorträge und eine Podiumsdiskussion zum Thema „Ehrensache(n) – Ehrenmord und Zwangsehe“ anzuhören.

Neben Beiträgen aus Perspektiven der Justiz bzw. aus islamwissenschaftlicher Perspektive, gab es auch einen aufrüttelnden Bericht einer ehemals selbst von Zwangsheirat Betroffenen. Dieser machte noch einmal deutlich, in welch schwieriger Situation sich Mädchen und junge Frauen befinden, die zu Hause zwar Gewalt erleben, ihre Familie aber trotzdem lieben und sich ein Leben ohne sie nicht vorstellen können. Die TERRE DES FEMMES-Referentin Monika Michell stellte die wichtigsten Forderungen zum besseren Schutz von Bedrohten und Betroffenen vor; so u.a. die Forderung nach besserem Datenschutz und finanzieller Absicherung von spezialisierten Schutzeinrichtungen und Beratungsstellen.

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion unter Beteiligung des Publikums stellte sich heraus, dass bereits viele mit der Problematik Gewalt im Namen der Ehre/Zwangsheirat in Berührung gekommen sind. Wichtigstes Fazit der Veranstaltung: Wenn es auch nicht immer DIE Lösung für die Hilfesuchenden gibt, so kann die Polizei, können die einzelnen Beamtinnen und Beamten, eine Menge an Unterstützung und Hilfe leisten. Daher ist und bleibt es wichtig, sich in Netzwerken zu engagieren und regelmäßig an Schulungen und Fortbildungen teilzunehmen.

Beratungsstellenfinder
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