PAPATYA richtet Koordinationsstelle gegen Verschleppung ein

Seit dem ersten Mai gibt es eine Koordinierungsstelle gegen Verschleppung, Zurücklassen und Zwangsverheiratung von Mädchen und jungen Frauen im Herkunftsland der Eltern. PAPATYA hat diese mit Hilfe einer dreijährigen Aktion-Mensch-Finanzierung in ihren Räumen eingerichtet, um Bedrohten und Betroffenen eine Anlaufstelle zu bieten.

Die überregionale Koordinierungsstelle wird gemeinsam mit zahlreichen Kooperationspartnern spezialisiert beraten, Fälle von Verschleppung registrieren und die Möglichkeiten einer Rückführung ermitteln. Ist eine Betroffene erst einmal im Herkunftsland ihrer Eltern verbracht, wird es ihr meist sehr schwer gemacht, sich Hilfe zu suchen und sie ist ihrer Familie schutzlos ausgeliefert. Daher wird die neue Koordinierungsstelle vor allem präventiv arbeiten. Außerdem soll Expertise zusammengetragen werden, mithilfe derer Vorgehensweisen entwickelt und Interventionsketten entworfen werden können. Nach einer Risikoanalyse sollen individuelle Strategien entwickelt und bei Bedarf mit der Polizei kooperiert werden.

Betroffene Mädchen und junge Frauen können sich unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit über die Online-Beratung Sibel direkt an PAPATYA wenden (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder den Verein über den Jugendnotdienst (030/ 610062) durch Rückruf erreichen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.papatya.org und www.sibel-papatya.org

 

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