Aktuelles

Prozess gegen die Brüder von Hatun Sürücü geht weiter

Am Donnerstag, den 28. April 2016 wird der Prozess gegen die zwei Brüder von Hatun Sürücü fortgesetzt. Hatun Sürücü wurde am 07. Februar 2005 auf offener Straße ermordet. Verurteilt wurde damals nur der jüngste Bruder, Ayhan Sürücü, der die Tat gestanden hatte. Er habe den westlichen Lebensstil seiner Schwester abgelehnt und mit dem Mord die Ehre seiner Familie wiederherstellen wollen.

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Zwangsverheiratungen in Deutschland: Bundesregierung offenbart erschreckende Erkenntnislücken

Am 26.02.2016 hat die Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen vom 27.01.2016 geantwortet (Bundestagsdrucksache 18/7749, PDF-Datei). Unter dem Titel „Zwangsverheiratungen in Deutschland“ hatte die grüne Bundestagsfraktion einen umfangreichen Fragenkatalog eingereicht, der die Wirkungen des 2011 in Kraft getretenen Zwangsheirat-Bekämpfungsgesetzes sowie die Maßnahmen im Bereich Opferschutz eruieren sollte. Das betraf neben dem Straf- auch das Aufenthaltsrecht sowie Schutz- und Präventionsarbeit im Hinblick auf spezielle Zielgruppen (Jungen, Eltern, LGBT, Paare).

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Der „Ehren“-Mord an Hatun Sürücü jährt sich am 7. Februar 2016 zum elften Mal

Gedenkstein des "Ehren"-Mordopfers Hatun Sürücü in Berlin. Foto: © TERRE DES FEMMESGedenkstein des "Ehren"-Mordopfers Hatun Sürücü in Berlin. Foto: © TERRE DES FEMMESAm 07.02.2005 wurde die Deutsch-Türkin Hatun Sürücü mit 23 Jahren von ihrem jüngeren Bruder auf offener Straße in Berlin-Tempelhof erschossen. Sie wollte ein freies und selbstbestimmtes Leben führen und hat damit bewusst gegen die strengen Regeln und tradierten Ehrvorstellungen ihrer Familie verstoßen. Durch den Mord wollte der Täter die Ehre der Familie retten.

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Neuer Bericht der Vereinten Nationen zu Fortschritten im Kampf gegen Frühverheiratungen – Einreichungen bis 5. Februar möglich

Im April 2014 erschien ein Bericht des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte zur Prävention und Abschaffung von Kinder- Früh- und Zwangsehen, „Preventing and eliminating child, early and forced marriage“ (PDF). Für diesen Bericht hatten Mitgliedsländer, UN-Organisationen, NGOs und weitere relevante Akteure Stellungnahmen eingereicht, darunter auch TERRE DES FEMMES.

Nun soll ein weiterer Bericht erarbeitet werden, der die Fortschritte im Kampf gegen Frühverheiratungen seit dem letzten Bericht eruieren soll. Bis 5. Februar können erneut Stellungnahmen eingereicht werden.

TERRE DES FEMMES wird die Möglichkeit wahrnehmen, auf immer noch bestehende gesetzliche Lücken in Deutschland hinzuwiesen, wie z.B. auf die Möglichkeit, schon vor Vollendung des 18. Lebensjahres zu heiraten, wenn das Familiengericht zustimmt. Dazu läuft aktuell auch unsere Unterschriftenaktion „Frühehen stoppen – Bildung statt Heirat!“, mit der wir von der Bundesregierung die Dursetzung eines Mindestheiratsalters von 18 sowie begleitende Präventionsmaßnahmen fordern. Bis Ende April kann man sich an der Aktion noch beteiligen.

Weitere Projektphase unseres Schultheaters „MEIN LEBEN. MEINE LIEBE. MEINE EHRE?“ mit großem Erfolg abgeschlossen

Von Juli bis Dezember 2014 haben an baden-württembergischen Schulen 20 Aufführungen des interaktiven Theaterstücks „Mein Leben. Meine Liebe. Meine Ehre?“ stattgefunden – ein Theaterstück gegen Gewalt im Namen der Ehre und Zwangsheirat. Das Theaterprojekt ist eine Kooperation von TERRE DES FEMMES mit dem Theaterensemble „Mensch: Theater!“ und der mobilen Beratungsstelle Yasemin.

Aufgrund der großen Nachfrage wurde das Stück nochmals in 10 Schulen aufgeführt, von Oktober 2015 bis Februar 2016. Am 2. Februar findet die letzte Aufführung in Tübingen statt. Gefördert wird das Projekt durch das Ministerium für Integration Baden-Württemberg.

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Zwei wichtige Urteile zu Gewalt im Namen der Ehre gefällt

Am 01.12.2015 wurden zwei wichtige Urteile zu Zwangsheirat und „Ehren“-Mord verkündet. Wir hoffen, dass beide Urteile ein Signal an potentielle TäterInnen sind, dass Gewalt im Namen der Ehre in Deutschland nicht akzeptiert wird.

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Interaktives Theater an Schulen in Baden-Württemberg: „MEIN LEBEN. MEINE LIEBE. MEINE EHRE?“ geht nach großem Erfolg weiter

Szenen aus dem Theaterstück „Mein Leben. Meine Liebe. Meine Ehre?“. Foto: © TERRE DES FEMMESSzenen aus dem Theaterstück „Mein Leben. Meine Liebe. Meine Ehre?“. Foto: © TERRE DES FEMMESVon Juli bis Dezember 2014 haben an baden-württembergischen Schulen 20 Aufführungen des interaktiven Theaterstücks „Mein Leben. Meine Liebe. Meine Ehre?“ stattgefunden – ein Theaterstück gegen Gewalt im Namen der Ehre und Zwangsheirat. Das Theaterprojekt ist eine Kooperation von TERRE DES FEMMES mit dem Theaterensemble „Mensch: Theater!“ und der mobilen Beratungsstelle Yasemin.

Aufgrund der großen Nachfrage wird das Stück nun wieder aufgenommen. Von Oktober 2015 bis Januar 2016 finden, gefördert durch das Ministerium für Integration Baden-Württemberg, zehn weitere Aufführungen statt.

 

 

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Prozess gegen die Brüder von „Ehren“-Mordopfer Hatun Sürücü geht am 11. Oktober 2016 weiter

Hatun Sürücü wurde am 07. Februar 2005 auf offener Straße in Berlin-Tempelhof von ihrem jüngeren Bruder erschossen. Die 23-Jährige musste sterben, weil sie ein freies und selbstbestimmtes Leben führen wollte. Sie hatte sich aus einer Ehe befreit, zu der sie im Alter von 15 Jahren gezwungen wurde. Damit verstieß sie gegen die strengen Regeln ihrer Familie und beschmutzte nach deren Verständnis die Familienehre.

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Interaktives Theaterstück zum Thema Gewalt gegen Mädchen und Frauen im Kontext von Flucht startet im Oktober 2016

Tobias Gerstner und Canan Kir von "Mensch:Theater". Foto: © "Mensch: Theater!"Tobias Gerstner und Canan Kir von "Mensch:Theater".
Foto: © "Mensch: Theater!"
Von Oktober 2016 bis Januar 2017 wird das Theaterstück „Mein Weg. Mein Glück. Mein Ziel! Der Start in (m)ein neues Leben“ an 12 Schulen in Baden-Württemberg aufgeführt – Ein Theaterstück zur Sensibilisierung gegen Gewalt an Mädchen und Frauen im Kontext von Flucht. Das Theaterprojekt ist eine Kooperation von TERRE DES FEMMES mit dem Theaterensemble „Mensch: Theater!“ und der mobilen Beratungsstelle Yasemin.

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