Aktuelles

Der „Ehren“-Mord an Hatun Sürücü jährt sich am 7. Februar 2016 zum elften Mal

Gedenkstein des "Ehren"-Mordopfers Hatun Sürücü in Berlin. Foto: © TERRE DES FEMMESGedenkstein des "Ehren"-Mordopfers Hatun Sürücü in Berlin. Foto: © TERRE DES FEMMESAm 07.02.2005 wurde die Deutsch-Türkin Hatun Sürücü mit 23 Jahren von ihrem jüngeren Bruder auf offener Straße in Berlin-Tempelhof erschossen. Sie wollte ein freies und selbstbestimmtes Leben führen und hat damit bewusst gegen die strengen Regeln und tradierten Ehrvorstellungen ihrer Familie verstoßen. Durch den Mord wollte der Täter die Ehre der Familie retten.

Weiterlesen ...

Neuer Bericht der Vereinten Nationen zu Fortschritten im Kampf gegen Frühverheiratungen – Einreichungen bis 5. Februar möglich

Im April 2014 erschien ein Bericht des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte zur Prävention und Abschaffung von Kinder- Früh- und Zwangsehen, „Preventing and eliminating child, early and forced marriage“ (PDF). Für diesen Bericht hatten Mitgliedsländer, UN-Organisationen, NGOs und weitere relevante Akteure Stellungnahmen eingereicht, darunter auch TERRE DES FEMMES.

Nun soll ein weiterer Bericht erarbeitet werden, der die Fortschritte im Kampf gegen Frühverheiratungen seit dem letzten Bericht eruieren soll. Bis 5. Februar können erneut Stellungnahmen eingereicht werden.

TERRE DES FEMMES wird die Möglichkeit wahrnehmen, auf immer noch bestehende gesetzliche Lücken in Deutschland hinzuwiesen, wie z.B. auf die Möglichkeit, schon vor Vollendung des 18. Lebensjahres zu heiraten, wenn das Familiengericht zustimmt. Dazu läuft aktuell auch unsere Unterschriftenaktion „Frühehen stoppen – Bildung statt Heirat!“, mit der wir von der Bundesregierung die Dursetzung eines Mindestheiratsalters von 18 sowie begleitende Präventionsmaßnahmen fordern. Bis Ende April kann man sich an der Aktion noch beteiligen.

Weitere Projektphase unseres Schultheaters „MEIN LEBEN. MEINE LIEBE. MEINE EHRE?“ mit großem Erfolg abgeschlossen

Von Juli bis Dezember 2014 haben an baden-württembergischen Schulen 20 Aufführungen des interaktiven Theaterstücks „Mein Leben. Meine Liebe. Meine Ehre?“ stattgefunden – ein Theaterstück gegen Gewalt im Namen der Ehre und Zwangsheirat. Das Theaterprojekt ist eine Kooperation von TERRE DES FEMMES mit dem Theaterensemble „Mensch: Theater!“ und der mobilen Beratungsstelle Yasemin.

Aufgrund der großen Nachfrage wurde das Stück nochmals in 10 Schulen aufgeführt, von Oktober 2015 bis Februar 2016. Am 2. Februar findet die letzte Aufführung in Tübingen statt. Gefördert wird das Projekt durch das Ministerium für Integration Baden-Württemberg.

Weiterlesen ...

Zwei wichtige Urteile zu Gewalt im Namen der Ehre gefällt

Am 01.12.2015 wurden zwei wichtige Urteile zu Zwangsheirat und „Ehren“-Mord verkündet. Wir hoffen, dass beide Urteile ein Signal an potentielle TäterInnen sind, dass Gewalt im Namen der Ehre in Deutschland nicht akzeptiert wird.

Weiterlesen ...

Interaktives Theater an Schulen in Baden-Württemberg: „MEIN LEBEN. MEINE LIEBE. MEINE EHRE?“ geht nach großem Erfolg weiter

Szenen aus dem Theaterstück „Mein Leben. Meine Liebe. Meine Ehre?“. Foto: © TERRE DES FEMMESSzenen aus dem Theaterstück „Mein Leben. Meine Liebe. Meine Ehre?“. Foto: © TERRE DES FEMMESVon Juli bis Dezember 2014 haben an baden-württembergischen Schulen 20 Aufführungen des interaktiven Theaterstücks „Mein Leben. Meine Liebe. Meine Ehre?“ stattgefunden – ein Theaterstück gegen Gewalt im Namen der Ehre und Zwangsheirat. Das Theaterprojekt ist eine Kooperation von TERRE DES FEMMES mit dem Theaterensemble „Mensch: Theater!“ und der mobilen Beratungsstelle Yasemin.

Aufgrund der großen Nachfrage wird das Stück nun wieder aufgenommen. Von Oktober 2015 bis Januar 2016 finden, gefördert durch das Ministerium für Integration Baden-Württemberg, zehn weitere Aufführungen statt.

 

 

Weiterlesen ...

Prozess gegen die Brüder von „Ehren“-Mordopfer Hatun Sürücü geht am 11. Oktober 2016 weiter

Hatun Sürücü wurde am 07. Februar 2005 auf offener Straße in Berlin-Tempelhof von ihrem jüngeren Bruder erschossen. Die 23-Jährige musste sterben, weil sie ein freies und selbstbestimmtes Leben führen wollte. Sie hatte sich aus einer Ehe befreit, zu der sie im Alter von 15 Jahren gezwungen wurde. Damit verstieß sie gegen die strengen Regeln ihrer Familie und beschmutzte nach deren Verständnis die Familienehre.

Weiterlesen ...

Interaktives Theaterstück zum Thema Gewalt gegen Mädchen und Frauen im Kontext von Flucht startet im Oktober 2016

Tobias Gerstner und Canan Kir von "Mensch:Theater". Foto: © "Mensch: Theater!"Tobias Gerstner und Canan Kir von "Mensch:Theater".
Foto: © "Mensch: Theater!"
Von Oktober 2016 bis Januar 2017 wird das Theaterstück „Mein Weg. Mein Glück. Mein Ziel! Der Start in (m)ein neues Leben“ an 12 Schulen in Baden-Württemberg aufgeführt – Ein Theaterstück zur Sensibilisierung gegen Gewalt an Mädchen und Frauen im Kontext von Flucht. Das Theaterprojekt ist eine Kooperation von TERRE DES FEMMES mit dem Theaterensemble „Mensch: Theater!“ und der mobilen Beratungsstelle Yasemin.

Weiterlesen ...

Internationaler Mädchentag: TERRE DES FEMMES fordert bessere Maßnahmen für minderjährige Ehefrauen

Im Rahmen des 2-jährigen Schwerpunktes „STOP Frühehen!“ hat TERRE DES FEMMES am 25.11.2015 eine Hochzeitszeremonie vor dem Brandenburger Tor inszeniert. Foto: © Uwe Steinert/TERRE DES FEMMES Im Rahmen des 2-jährigen Schwerpunktes „STOP Frühehen!“ hat TERRE DES FEMMES am 25.11.2015 eine Hochzeitszeremonie vor dem Brandenburger Tor inszeniert. Foto: © Uwe Steinert/TERRE DES FEMMES Jedes Jahr am 11. Oktober wird daran erinnert, welchen besonderen Benachteiligungen Mädchen auf der ganzen Welt ausgesetzt sind. Wir nehmen das zum Anlass, um von der Bundesregierung nochmals dringend bessere Maßnahmen für minderjährige Ehefrauen einzufordern (Pressemitteilung vom 06.10.16). Minderjährige Ehefrauen müssen gleich behandelt werden wie minderjährige unbegleitete Flüchtlinge, denn auch sie sind unbegleitet. Sie haben keine sorgeberechtigten Eltern, die für sie entscheiden können. Sobald minderjährige Verheiratete durch das BAMF registriert werden, muss das Familiengericht eingeschaltet werden, das einen vorläufigen Vormund bestellt und das Jugendamt involviert. TERRE DES FEMMES ist besorgt, dass weder regelmäßig das Jugendamt informiert noch das Familiengericht eingeschaltet wird. Hierzu muss es eine Verpflichtung geben. Außerdem ist zum Schutz und Wohl der Mädchen eine Sensibilisierung von Fachkräften und (ehrenamtlichen) UnterstützerInnen nötig. Darum wird TERRE DES FEMMES ab 2017 Fortbildungen dazu für ehren- und hauptamtliche MitarbeiterInnen von u. a. Erstaufnahmeeinrichtungen in Berlin anbieten.

Weiterlesen ...

Einladung: Ausstellung zum Thema „Ehren“-Morde in Deutschland

Die Künstlerin Uta Gruber-Ballehr möchte das Bewusstsein in würdevoller und ästhetischer Weise auf das schwierige Thema „Ehren“-Morde lenken. Ihre Installation thematisiert die Zeit von 2005 bis heute.

Uta Gruber-Ballehr hat Namen und Daten auf chinesisches Joss Paper (Totengeld) geschrieben und die einzelnen Blätter auf einer Wand angeordnet. Dabei entsteht eine erschreckende große Fläche.

Die Papiere sollen am Ende der Ausstellung einzeln verbrannt werden, um so den misshandelten Seelen ein Opfer darzubringen.

Vernissage: Donnerstag, 17. September 2015, 19 Uhr
Öffnungszeiten: Samstags 14 -18 Uhr, Sonntags 11 – 16 Uhr
Adresse: BBK (Bund Bildender Künstlerinnen Württemberg), Eugenstr. 17, 70182 Stuttgart.
Dauer: 17. September bis 4. Oktober 2015

Homepage: http://www.ballehr.eu

Beratungsstellenfinder
Banner für das Jugendportal Zwangsheirat

Diese Seite weiterempfehlen:
       facebook        icon twitter       google plus