Aktuelles

Survivors’ Netzwerk zu Gewalt im Namen der Ehre erfolgreich eingerichtet!

Seit Jahren beschäftigt TERRE DES FEMMES die Frage, wie die Betroffenen von Gewalt im Namen der Ehre eine Stimme bekommen können, wenn sie aus Schutzgründen ein Leben in Anonymität leben müssen. In einem ersten Schritt wurden 2012 persönliche Blogs von Überlebenden von Gewalt im Namen der Ehre auf unserem Jugendportal www.zwangsheirat.de veröffentlicht.

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Dokumentation der Internationalen Fachkonferenz zum Thema "Homosexualität im Kontext von Zwangsheirat"

fachkonferenz 2014 kargahDie Kooperation zwischen dem niedersächsischen Krisentelefon gegen Zwangsheirat / kargah e.V. und der Türkisch-Deutschen Schutzeinrichtung Papatya, arbeitete 2010 an dem zweijährigen Daphne-Projekt „3 P-Projekts = Prevention, Protection, Prosecution“. Das Projekt hatte zum Ziel, Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen und junge Mädchen aus den iranischen, kurdischen, arabischen, türkischen sowie afghanischen Communities, die in Großbritannien und Deutschland leben, zu bekämpfen und zu reduzieren.

Im Rahmen dessen hat das Krisentelefon/kargah e.V. die Internationale Fachkonferenz „Homosexualität im Kontext der Zwangsheirat – Situation der Betroffenen, Maßnahmen und rechtliche Grundlagen im Ländervergleich Deutschland, Schweiz, England und der Türkei“ am 19. Oktober 2012 in Hannover veranstaltet.

Die internationale Fachkonferenz richtete sich an ca. 100 Fachkräfte und Professionelle, die im Beratungsbereich Zwangsheirat / Homosexualität bundesweit tätig sind. Ziel der Fachtagung war, die Situation von Homosexuellen in Migrantenmilieus, die von Zwangsheirat und Gewalt im Namen der „Ehre“ betroffen sind, zu verdeutlichen. Sechs Referentinnen aus unterschiedlichen Ländern haben im Ländervergleich Deutschland, Schweiz, England und der Türkei die dort bestehenden Hilfs- und Handlungsangebote erläutert.

Hier können Sie die kostenlose Dokumentation der Fachtagung gegen eine Portogebühr bestellen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Aus aktuellem Anlass: TERRE DES FEMMES wiederholt Forderung „Keine falsche Toleranz für ‚Ehren’-Mörder!“

Am 24. März 2014 ist das Urteil gegen den 23-jährigen Deutsch-Afghanen Isa S. gesprochen worden. Wegen Mordes in Tateinheit mit Abtreibung wurde er zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Isa S. hatte am 5. Februar 2013 seine 22-jährige schwangere Ex-Freundin Jolin S. mit mehreren Messerstichen getötet, da er die Schwangerschaft nicht akzeptierte und Angst vor seiner Familie hatte. Diese lebt nach strengen, traditionellen Wertvorstellungen und hätte die Beziehung, geschweige denn die Schwangerschaft nie akzeptiert. Isa S. fürchtete, von seiner eigenen Familie deswegen verstoßen zu werden, da er das Ansehen der Familie beschädigt hatte. Er hatte Jolin S. vor der Tat mehrmals bedroht und versucht, sie zu einer Abtreibung zu drängen. Das hatte Jolin aber jedes Mal abgelehnt. Schließlich sah er keine andere Möglichkeit mehr, als Jolin und damit sein ungeborenes Kind umzubringen.

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100% Einsatz gegen Gewalt an Frauen: Nebahat Akkoç zu Besuch bei TERRE DES FEMMES in Berlin

Hat die unabhängige Frauenrechtsarbeit in der Türkei auch eine Bedeutung für Deutschland und Berlin? Und wenn ja, welche? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Besuchs der türkischen Frauenrechtsaktivistin Nebahat Akkoç bei TERRE DES FEMMES in Berlin am 10. März 2014, zwei Tage nach dem Internationalen Frauentag. Zusammen mit der Neuköllner Gleichstellungsbeauftragten Sylvia Edler und der anonymen Kriseneinrichtung Papatya veranstaltete TERRE DES FEMMES zudem eine öffentliche Informationsveranstaltung im Rathaus Neukölln zu dem Thema. „Frauenrechte in der Türkei?!“ – Diese Frage lockte mehr als 100 interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer in den überfüllten BVV-Saal, wo Nebahat Akkoç von sich und ihrer Arbeit berichtete.

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Einladung: Vortrag von Marina Walz-Hildenbrand: „So genannte Ehren-Morde und Zwangsverheiratungen. Eine Expertin vor Ort.“ am 28.04.2014 in Korb.

Marina Walz-Hildenbrand wird einen Einblick in die dramatische Sachlage von „Gewalt im Namen der Ehre“ und „Zwangsverheiratung“ geben, wird über die Arbeit von TERRE DES FEMMES berichten und Einzelschicksale zu Unrecht und Unfreiheit von Menschen vorstellen, die bei uns leben.

Bitte entnehmen Sie weitere Informationen dem Veranstaltungsflyer (PDF-Datei).

Ort: Alte Kelter, Kirchstraße 1, 71040 Korb
Termin: 28.04.2014
Zeit: 20:00-21:30 Uhr
Eintritt: frei
Anmeldung: Keine Anmeldung nötig

Einladung: Workshop für MultiplikatorInnen „Selbstbestimmungsrecht junger Migrantinnen – gegen Zwangsverheiratung und andere familiäre Gewalt“ am 4. April in Köln

Die agisra (Arbeitsgemeinschaft gegen internationale sexuelle und rassistische Ausbeutung e. V.) bietet am 4. April 2014 im Zuge der Aufklärung über die Formen und Problematiken der Zwangsverheiratungen und anderer familiärer Gewalt, einen Workshop für MultiplikatorInnen an, die mit dem Thema Zwangsverheiratung bereits konfrontiert wurden oder präventiv tätig werden möchten. Es wird hierbei um rechtliche Möglichkeiten, Beratungs- und Unterbringungsmöglichkeiten gehen.

Weitere Informationen...

Termin: 04.04.2014
Ort: agisra e. V., Martinstr. 20a, 50667 Köln
Zeit: 9:30-14:00 Uhr

Teilnahmegebühr: 15 EUR
Anmeldung: Verbindliche Anmeldung mit Überweisung an agisra Konto.

Einladung: Interkulturelles Training zum Thema „Zwangsverheiratung geht uns alle an! Handlungsfähig sein durch interkulturelle Kompetenz“ am 02.04.2014 in Öhringen

Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Diakonischen Werk Württemberg, dem Kreisdiakonieverband Hohenlohekreis sowie Yasemin und Rosa (EVA) durchgeführt.

Ort: Kreisdiakonieverband Hohenlohekreis. Im Stiftsgebäude, Weizsäckersaal
Adresse: Marktplatz 23, 74613 Öhringen
Zeit: 09:30 - 17:00 Uhr
Teilnahmegebühr: 45,00 EUR inkl. Verpflegung
Anmeldung: Die Anmeldung läuft über die ajs bis zum 10.03.2014

Mehr Informationen zu der Veranstaltung finden sich auf dem Flyer der ajs: Programm Interkulturelles Training am 2. April 2014

Einladung: Buchvorstellung „NARUN – Ein Ehrenmord“ am 14. Januar 2014 in Berlin

Am 24. November 2013 hat der fhl Verlag den Roman "NARUN - Ein Ehrenmord" veröffentlicht.

Der Autor Juno Stein wird das Buch am 14. Januar 2014 im Rahmen einer Lesung im SUPERMARKT Berlin offiziell vorstellen, zu welcher alle Interessierten herzlich eingeladen sind. Im Rahmen dieses Abends werden sich neben dem ost-west-forum auch TERRE DES FEMMES und die HEROES vorstellen, wobei für die letzten beiden Vereine auch Geld gesammelt wird. Gemeinsam mit dem Team des SUPERMARKTs werden im Anschluss 10% der Buch- und Getränkeumsätze gespendet.

Lokation:      SUPERMARKT
Adresse:       Brunnenstraße 64, 13355 Berlin
Einlass:         ab 18:00 Uhr
Beginn:        19:00 Uhr
Eintritt:        kostenfrei
Anmeldung:  optional über E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Mehr Informationen zum Roman und ein Trailer finden sich auf der offiziellen Webseite unter: http://www.junostein.eu

Rheinland-Pfalz veröffentlicht neues Kooperationskonzept zum Schutz Betroffener und Bedrohter von Zwangsheirat

Nach Baden-Württemberg hat nun auch Rheinland-Pfalz ein Kooperationskonzept zum Schutz Betroffener und Bedrohter von Zwangsheirat und damit in Verbindung stehender Gewalttaten erarbeitet. Der Kernpunkt des Kooperationskonzepts ist ein neu geschaffener Sozialfonds, der anonyme finanzielle Unterstützung Betroffener bis zum Einsetzen der Regelsozialleistungen sicherstellt.

Volltext des Kooperationskonzeptes (PDF-Datei)

Beratungsstellenfinder
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