Aktuelles

Aus aktuellem Anlass: TERRE DES FEMMES wiederholt Forderung „Keine falsche Toleranz für ‚Ehren’-Mörder!“

Am 24. März 2014 ist das Urteil gegen den 23-jährigen Deutsch-Afghanen Isa S. gesprochen worden. Wegen Mordes in Tateinheit mit Abtreibung wurde er zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Isa S. hatte am 5. Februar 2013 seine 22-jährige schwangere Ex-Freundin Jolin S. mit mehreren Messerstichen getötet, da er die Schwangerschaft nicht akzeptierte und Angst vor seiner Familie hatte. Diese lebt nach strengen, traditionellen Wertvorstellungen und hätte die Beziehung, geschweige denn die Schwangerschaft nie akzeptiert. Isa S. fürchtete, von seiner eigenen Familie deswegen verstoßen zu werden, da er das Ansehen der Familie beschädigt hatte. Er hatte Jolin S. vor der Tat mehrmals bedroht und versucht, sie zu einer Abtreibung zu drängen. Das hatte Jolin aber jedes Mal abgelehnt. Schließlich sah er keine andere Möglichkeit mehr, als Jolin und damit sein ungeborenes Kind umzubringen.

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100% Einsatz gegen Gewalt an Frauen: Nebahat Akkoç zu Besuch bei TERRE DES FEMMES in Berlin

Hat die unabhängige Frauenrechtsarbeit in der Türkei auch eine Bedeutung für Deutschland und Berlin? Und wenn ja, welche? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Besuchs der türkischen Frauenrechtsaktivistin Nebahat Akkoç bei TERRE DES FEMMES in Berlin am 10. März 2014, zwei Tage nach dem Internationalen Frauentag. Zusammen mit der Neuköllner Gleichstellungsbeauftragten Sylvia Edler und der anonymen Kriseneinrichtung Papatya veranstaltete TERRE DES FEMMES zudem eine öffentliche Informationsveranstaltung im Rathaus Neukölln zu dem Thema. „Frauenrechte in der Türkei?!“ – Diese Frage lockte mehr als 100 interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer in den überfüllten BVV-Saal, wo Nebahat Akkoç von sich und ihrer Arbeit berichtete.

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Einladung: Vortrag von Marina Walz-Hildenbrand: „So genannte Ehren-Morde und Zwangsverheiratungen. Eine Expertin vor Ort.“ am 28.04.2014 in Korb.

Marina Walz-Hildenbrand wird einen Einblick in die dramatische Sachlage von „Gewalt im Namen der Ehre“ und „Zwangsverheiratung“ geben, wird über die Arbeit von TERRE DES FEMMES berichten und Einzelschicksale zu Unrecht und Unfreiheit von Menschen vorstellen, die bei uns leben.

Bitte entnehmen Sie weitere Informationen dem Veranstaltungsflyer (PDF-Datei).

Ort: Alte Kelter, Kirchstraße 1, 71040 Korb
Termin: 28.04.2014
Zeit: 20:00-21:30 Uhr
Eintritt: frei
Anmeldung: Keine Anmeldung nötig

Einladung: Workshop für MultiplikatorInnen „Selbstbestimmungsrecht junger Migrantinnen – gegen Zwangsverheiratung und andere familiäre Gewalt“ am 4. April in Köln

Die agisra (Arbeitsgemeinschaft gegen internationale sexuelle und rassistische Ausbeutung e. V.) bietet am 4. April 2014 im Zuge der Aufklärung über die Formen und Problematiken der Zwangsverheiratungen und anderer familiärer Gewalt, einen Workshop für MultiplikatorInnen an, die mit dem Thema Zwangsverheiratung bereits konfrontiert wurden oder präventiv tätig werden möchten. Es wird hierbei um rechtliche Möglichkeiten, Beratungs- und Unterbringungsmöglichkeiten gehen.

Weitere Informationen...

Termin: 04.04.2014
Ort: agisra e. V., Martinstr. 20a, 50667 Köln
Zeit: 9:30-14:00 Uhr

Teilnahmegebühr: 15 EUR
Anmeldung: Verbindliche Anmeldung mit Überweisung an agisra Konto.

Einladung: Interkulturelles Training zum Thema „Zwangsverheiratung geht uns alle an! Handlungsfähig sein durch interkulturelle Kompetenz“ am 02.04.2014 in Öhringen

Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Diakonischen Werk Württemberg, dem Kreisdiakonieverband Hohenlohekreis sowie Yasemin und Rosa (EVA) durchgeführt.

Ort: Kreisdiakonieverband Hohenlohekreis. Im Stiftsgebäude, Weizsäckersaal
Adresse: Marktplatz 23, 74613 Öhringen
Zeit: 09:30 - 17:00 Uhr
Teilnahmegebühr: 45,00 EUR inkl. Verpflegung
Anmeldung: Die Anmeldung läuft über die ajs bis zum 10.03.2014

Mehr Informationen zu der Veranstaltung finden sich auf dem Flyer der ajs: Programm Interkulturelles Training am 2. April 2014

Einladung: Buchvorstellung „NARUN – Ein Ehrenmord“ am 14. Januar 2014 in Berlin

Am 24. November 2013 hat der fhl Verlag den Roman "NARUN - Ein Ehrenmord" veröffentlicht.

Der Autor Juno Stein wird das Buch am 14. Januar 2014 im Rahmen einer Lesung im SUPERMARKT Berlin offiziell vorstellen, zu welcher alle Interessierten herzlich eingeladen sind. Im Rahmen dieses Abends werden sich neben dem ost-west-forum auch TERRE DES FEMMES und die HEROES vorstellen, wobei für die letzten beiden Vereine auch Geld gesammelt wird. Gemeinsam mit dem Team des SUPERMARKTs werden im Anschluss 10% der Buch- und Getränkeumsätze gespendet.

Lokation:      SUPERMARKT
Adresse:       Brunnenstraße 64, 13355 Berlin
Einlass:         ab 18:00 Uhr
Beginn:        19:00 Uhr
Eintritt:        kostenfrei
Anmeldung:  optional über E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Mehr Informationen zum Roman und ein Trailer finden sich auf der offiziellen Webseite unter: http://www.junostein.eu

Rheinland-Pfalz veröffentlicht neues Kooperationskonzept zum Schutz Betroffener und Bedrohter von Zwangsheirat

Nach Baden-Württemberg hat nun auch Rheinland-Pfalz ein Kooperationskonzept zum Schutz Betroffener und Bedrohter von Zwangsheirat und damit in Verbindung stehender Gewalttaten erarbeitet. Der Kernpunkt des Kooperationskonzepts ist ein neu geschaffener Sozialfonds, der anonyme finanzielle Unterstützung Betroffener bis zum Einsetzen der Regelsozialleistungen sicherstellt.

Volltext des Kooperationskonzeptes (PDF-Datei)

Filmtipp: ARTE-TV - "Indiens verlorene Töchter"

Viele Inderinnen verbindet ein tragisches Schicksal. Am Beispiel von vier Frauen, die zum Teil auch von Zwangsheirat betroffen sind zeigt die Dokumentation die dunkle, frauenfeindliche Seite Indiens. Die Emanzipation der indischen Frauen, die mit der Modernisierung und Verwestlichung des Landes kam, wird von Vätern und Ehemännern heftig bekämpft. Allmählich beginnt das Land, sich mit seiner Misogynie auseinanderzusetzen.

Link zur Sendung

Der Todestag von Arzu Özmen jährt sich zum zweiten Mal

Wir erinnern an Arzu Özmen, die am 01.11.2011 von ihrem Bruder ermordet wurde. Das wegweisende Urteil zu diesem Fall ist nun rechtskräftig.

Im August 2011 wurde Familie Özmen bekannt, dass ihre Tochter Arzu eine Liebesbeziehung mit einem nichtgläubigen Arbeitskollegen führte. Sie musste daraufhin ihren Arbeitsplatz kündigen, wurde geschlagen und in der Wohnung eingesperrt. Arzu flüchtete jedoch alsbald in ein Frauenhaus und erstattete Anzeige. Nach längerer Suche entdeckte eine Schwester Arzus, die bei der Stadtverwaltung arbeitete, den Aufenthaltsort. Sie hatte das Frauenhaus verlassen um ihren Freund zu besuchen. Noch in derselben Nacht wurde Arzu von fünf Geschwistern aus der Wohnung ihres Freundes entführt und erschossen.

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