Aktuelles

„Wiederholungsbedarf !“ – Schultheaterprojekt für junge Geflüchtete in Baden-Württemberg erfolgreich abgeschlossen

Das Theaterensemble von "Mensch: Theater!". Foto: © TERRE DES FEMMESDas Theaterensemble von "Mensch: Theater!".
Foto: © TERRE DES FEMMES
Im Oktober 2016 startete das Theaterprojekt „Mein Weg. Mein Glück. Mein Ziel!“. Seitdem sind die zwölf geplanten Aufführungen an verschiedenen Schulen in Baden-Württemberg erfolgreich über die Bühne gegangen. Mehr als 770 SchülerInnen, die 56 Nationalitäten vertreten, sowie insgesamt 35 Lehrkräfte und SchulsozialarbeiterInnen konnten im Rahmen des Projekts zu dem komplexen Thema „Gewalt gegen Mädchen und Frauen im Kontext von Flucht“ diskutieren, sich informieren und sensibilisieren. Das Theaterprojekt ist eine Kooperation von TERRE DES FEMMES mit dem Theaterensemble „Mensch: Theater!“ und der mobilen Beratungsstelle Yasemin. Finanziert wird das Projekt durch das baden-württembergische Ministerium für Integration und Soziales.

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Halbzeit im Theaterprojekt „Mein Weg. Mein Glück. Mein Ziel!“

Sechs der insgesamt 12 Aufführungen des interaktiven Theaterstücks „Mein Weg. Mein Glück. Mein Ziel!“ haben bereits stattgefunden. Die SchülerInnen an den bisherigen Spielorten – Mannheim, Offenburg, Pforzheim, Uhingen, Heilbronn und Lahr- waren überwiegend sehr beeindruckt. „Mit hat gefallen, dass das Stück so real gewirkt hat. Es sah aus, als ob das alles tatsächlich direkt vor dir passiert.“, kommentiert eine/r der SchülerInnen in der anschließenden, anonymisierten Auswertung.

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Zum fünften Jahrestag des „Ehren“-Mordes an Arzu Özmen

Mahnwache am 16.05.2012 zum Prozessende des sogenannten Ehrenmordes an Arzu Özmen vor dem Landgericht Detmold. Foto ©: Sirin ÖztürkMahnwache am 16.05.2012 zum Prozessende des sogenannten Ehrenmordes an Arzu Özmen vor dem Landgericht Detmold. Foto ©: Sirin ÖztürkWir erinnern an Arzu Özmen, die am 01.11.2011 von fünf ihrer Geschwister entführt und von einem ihrer Brüder ermordet wurde.

Die 18-jährige deutsch-kurdische Jesidin wurde ermordet, weil ihre Familie ihre Beziehung zu einem Deutschen nicht duldete. Als die Familie von der Beziehung erfuhr, wurde Arzu von ihrem Vater und einem ihrer Brüder geschlagen und zuhause eingesperrt. Arzu gelang es jedoch zu fliehen und in einem Frauenhaus unterzukommen.

Als ihre Geschwister sie entführten, war Arzu bei ihrem Freund. Kurze Zeit später wurde sie von ihrem Bruder in einem Waldstück erschossen.

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TERRE DES FEMMES trifft sich mit VertreterInnen des BMZ und der GIZ zum Thema Frühehen

Zum Abschluss unserer Unterschriftenaktion „Frühehen stoppen – Bildung statt Heirat!“ hat sich TERRE DES FEMMES am Donnerstag, den 23.6.2016 mit VertreterInnen des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) zu einem Austauschgespräch getroffen.

Über 108.000 Menschen haben sich für eine gesetzliche Änderungen des Mindestheiratsalters auf 18 Jahre ohne Ausnahme ausgesprochen und die Innenpolitik sieht mittlerweile Handlungsbedarf.

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„Ehren“-Mordfall Hanaa S. wird vor Wuppertaler Landgericht verhandelt

Gedenkstein eines „Ehren“-Mordopfers. Foto: © TERRE DES FEMMESGedenkstein eines „Ehren“-Mordopfers.
Foto: © TERRE DES FEMMES
Die 35-jährige Jesidin Hanaa S. aus Solingen verschwand am 21. April 2015 spurlos, ihr Verbleib ist weiter ungeklärt. Für die Beamten der Kriminalpolizei Wuppertal steht allerdings fest: Hanaa S. fiel einem „Ehren“-Mord zum Opfer. Obwohl die Leiche noch nicht gefunden wurde, sind inzwischen fünf Verwandte der sechsfachen Mutter – ihr Ehemann, ihr ältester Sohn (18), sowie zwei Brüder und eine Schwester ihres Ehemannes - wegen gemeinschaftlichen Mordes angeklagt und müssen sich seit dem 27.06.2016 vor dem Landgericht Wuppertal verantworten.

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TERRE DES FEMMES kritisiert die Anerkennung der Ehe einer 14-Jährigen

Das Oberlandesgericht Bamberg hat entschieden, dass die Eheschließung einer damals 14-jährigen Syrerin mit ihrem sechs Jahre älteren Cousin rechtswirksam ist. Das OLG Bamberg sprach der nun 15-Jährigen damit zu, selbst entscheiden zu können, wo sie sich aufhalten möchte. In diesem Punkt widersprach das OLG Bamberg der ersten Instanz, dem Familiengericht Aschaffenburg. Das dortige Jugendamt hatte für das minderjährige Mädchen als Vormund bestimmt, dass sie getrennt von ihrem „Ehemann“ untergebracht wird. Dagegen legte dieser Beschwerde ein und in zweiter Instanz wurde die Ehe anerkannt (Beschl. v. 12.05.2016, Az. 2 UF 58/16, PDF-Datei). TERRE DES FEMMES protestiert scharf gegen die Anerkennung der Minderjährigenehe und begrüßt, dass die Politik endlich die notwendigen Schritte in Angriff nehmen möchte, die solche Entscheidungen obsolet werden lassen: Die Festlegung des Mindestheiratsalters in Deutschland auf 18 ohne Ausnahme sowie die Nichtanerkennung von im Ausland geschlossenen Ehen mit Minderjährigen.

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30.05.2016: Filmvorführung „Sonita“ mit Podiumsdiskussion in Berlin

Der Deutsche Frauenring Landesverband Berlin präsentiert in Kooperation mit dem Moviemento den Film "Sonita".

Der Film zeigt mit dokumentarischen Mitteln das Leben der jungen Sonita aus Afghanistan, die in Teheran als Flüchtling lebt. Er begleitet die 18jährige bei ihrem Kampf gegen die Verheiratung und auf dem Weg zur Verwirklichung ihres Traumes, Sängerin zu werden.

Anschließenden gibt es eine Podiumsdiskussion zu "Zwangsheirat" mit folgenden Gästen:

  • Dr. Halima Alaiyan (Talat-Alaiyan-Stiftung)
  • Petra Koch-Knöbel (Gleichstellungsbeauftragte Friedrichshain-Kreuzberg und Mitglied der AG Zwangsheirat)
  • Julia Alexa Barde (TERRE DES FEMMES e.V.)

Moderation: Marion Böker (Deutscher Frauenring e.V.)

Eintritt: 6 €
Datum:  30.05.2016  um 19:30 Uhr
Ort: Moviemento, Berlin-Kreuzberg, Kottbusser Damm 22, 10967 Berlin
VeranstalterInnen: Deutsche Frauenring Landesverband Berlin

Der „Ehren“- Mord an Morsal Obeidi jährt sich zum achten Mal

Grab von Morsal ObeidiAm Sonntag, den 15. Mai 2016, jährt sich zum achten Mal der Mord an der damals 16-jährigen Morsal Obeidi in Hamburg. Die Deutsch-Afghanin wurde von ihrem Bruder Ahmad mit 23 Messerstichen getötet. Morsal wollte sich den patriarchalischen Lebensvorstellungen ihrer Familie nicht beugen und ein selbstbestimmtes Leben führen. Wegen ihres "westlichen" Lebensstils kam es immer wieder zu gewalttätigen Konflikten mit ihrer Familie, insbesondere mit ihrem Bruder Ahmad und ihrem Vater. Die letzten zweieinhalb Jahre floh sie mehrfach in Einrichtungen der Kinder- und Jugendnothilfe. Der Mord an Morsal Obeidi ist der Abschluss einer langen Leidensgeschichte. Am 13. Februar 2009 hat das Hamburger Landgericht Ahmad Obeidi wegen heimtückischen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt.

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Prozess gegen die Brüder von Hatun Sürücü geht weiter

Am Donnerstag, den 28. April 2016 wird der Prozess gegen die zwei Brüder von Hatun Sürücü fortgesetzt. Hatun Sürücü wurde am 07. Februar 2005 auf offener Straße ermordet. Verurteilt wurde damals nur der jüngste Bruder, Ayhan Sürücü, der die Tat gestanden hatte. Er habe den westlichen Lebensstil seiner Schwester abgelehnt und mit dem Mord die Ehre seiner Familie wiederherstellen wollen.

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